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Der Feinschmecker

Der Feinschmecker

Die Voraussetzungen sind ideal: kräftige Böden aus Sand, Lehm, Schotter und Löss sowie eine gute Durchlüftung der Rebhänge. Von irgendwoher weht immer der Wind, mal warm vom Süden, aus der Richtung des nahen Neusiedler Sees, mal kühl von den Donauauen. Abends wird es frisch, die spürbaren Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sichern den Trauben eine lange Reifezeit und halten gleichzeitig die Säure knackig.


Doch bei aller Gunst der Natur ist der Erfolg nicht vom Himmel gefallen. Unter dem bürokratischen Namen Verein zur Förderung des Weinbaugebiets Carnuntum schlossen sich engagierte Winzer zusammen, gaben dem Rotweinboom Konturen und organisierten ein kreatives Vermarktungssystem. Seit Anfang der 1990er- Jahr werden Rotweine aus den klassischen Sorten Zweigelt und Blaufränkisch einer strengen Jury präsentiert; die besten dürfen die Bezeichnung „Rubin Carnuntum“ tragen. So ist der gebietstypische fruchtbetonte, gleichzeitig stoffige und samtige Wien zur renommierten Marke geworden, das Gütesiegel zum verlässlichen Kauftipp. Jeder Betrieb mit Rang und Namen hat hier auch einen empfehlenswerten „Rubin“ in der Kollektion: das Weingut Böheim in Arbesthal ebenso wie die Artner-Brüder in Höflein, Gerhard Pimpel, Walter Glatzer, die Brüder Lukas und Johann Markowitsch sowie Martin Netzl in Göttlesbrunn oder Wilhelm Schenzel vom Gut Schenzel-Wallner in Bruck, der einen der wenigen „Rubin“-Weine aus 100 Prozent Blaufränkisch anbietet. Künftig soll es noch eine Kategorie „Optimum Carnuntum“ geben, die auf einen Blick die besten Exemplare eines Weinguts kenntlich macht.


Auch Gerhard Markowitsch, anerkannter Rotweinstart und sympathischer Repräsentant einer neuen Winzergeneration, hält an der bewährten Stilistik des „Rubin“ fest. Daneben bietet seine Kollektion mit der Pinot noir Reserve, dem „Redmont“ aus Zweigelt, Cabernet und Syrah und der Top-Cuvée „Rosenberg“ (Zweigelt, Merlot, Cabernet) drei Rotweine von internationalem Format. „Man braucht Wein nicht zu verstehen“, lautet Markowitschs Motto, „das Wichtigste ist, ihn zu genießen.“ Wer in den seltenen Genuss seiner limitierten 200334 „M1“-Cuvée aus jeweils 50 Prozent Zweigelt und Merlot kommt, spürt, wie hier enorme Kraft und Konzentration perfekt auf den Punkt gebracht sind, verbunden mit der dynamischen Frucht, der markanten Tanninstruktur und der Säure, die Carnuntum-Weine auszeichnen können.

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